Rosie the Riveter
Tamia, geb. 2000
Tamia, eine junge Frau, erzählt die Geschichte davon, wie sie der Klang eines Schusses nicht erschreckt, weil es ein Geräusch ist, mit dem sie ihr ganzes Leben lang umgeben war. Tamia lebt mit ihrer alleinerziehenden Mutter und drei Geschwistern in Hangberg. Ihre Mutter musste in einer Fabrik oder in der Küche einer Grundschule arbeiten, um ein wenig Geld zu verdienen, und ließ Tamia bei ihren Schwestern zurück.
Tamia ging zur Schule und bemerkte, dass ihre Noten ziemlich gut waren. Sie scherzt, dass sie nicht wisse, woher sie ihren Verstand habe – ihren Vater kenne sie nicht. Er verließ sie, als sie drei Jahre alt war. Tamia wuchs in einem Bungalow auf, den sie als eine Stufe über einer Wellblechhütte beschreibt, wie man sie aus den Townships kennt. Dort lebte sie zusammen mit ihrer Mutter, all ihren Geschwistern und deren Kindern, die im Laufe der Jahre hinzukamen.
Natürlich hatte Tamia kein eigenes Zimmer und kämpfte sehr damit, einen ruhigen Ort zum Lernen zu finden – etwas, das ihr unglaublich wichtig war. Einen Ort zu finden, an dem sie sich konzentrieren konnte. Sie arbeitete als Baby- oder Hundesitterin, um ihrer Mutter finanziell zu helfen. Generell ist das Tamias übergeordnetes Ziel: Wenn sie über ihre Geschichte und ihre Vision spricht, dann träumt sie davon, eines Tages ein eigenes Auto und eine eigene Wohnung zu besitzen. Vor allem aber möchte sie ihrer Mutter ein besseres Leben ermöglichen.
Tamia ist sehr reflektiert und möchte so bald keine eigenen Kinder haben. Sie ist sich der finanziellen Verantwortung voll bewusst – eine eher ungewöhnliche Haltung für die Gegend, aus der sie kommt. Die Checkliste einer südafrikanischen Mutter für ihre Kinder sieht ganz anders aus als die einer westlichen Mutter:
Tamia hat alle drei Punkte abgehakt. Doch das wäre nicht möglich gewesen ohne „Kids Kapstadt“.
Als sie Marlies und Gregor kennenlernte, erkannte sie sofort, welche Chance sich ihr bot.
Von da an schloss sie 2019 die Sea Point High School ab, besuchte anschließend das College of Cape Town. Schließlich schrieb sie sich am Rosebank College ein und beendete ihr Studium der öffentlichen Verwaltung im Jahr 2024.
Sie gehört zu den dankbarsten Menschen und weiß genau, dass sie ohne die finanzielle und emotionale Unterstützung von Marlies und Gregor niemals einen Universitätsabschluss erreicht hätte. Tamia beschäftigt die Frage, wie sie das jemals zurückzahlen könnte. Ihre Dankbarkeit überwältigt sie manchmal, wenn sie an die Umstände denkt, unter denen sie aufgewachsen ist – wie unvorstellbar es für sie war, jemals „jemand“ zu werden. Hier steht eine junge Frau, die kaum Hoffnung hatte, jemals aufzublühen oder erfolgreich zu sein. Die sich nicht erlaubte, zu träumen.
„Jetzt hast du ein farbiges Mädchen aus Hangberg, das nicht wie alle anderen Verkäuferin sein wird, sondern eines mit einem Abschluss“ – die Erste in ihrer Familie.
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